phenox kann in Kürze mit der Entwicklung eines neuen Implantats zur Behandlung von Seitenwand-Aneurysmen beginnen

Christian Jagusch

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phenox kann in Kürze mit der Entwicklung eines neuen Implantats zur Behandlung von Seitenwand-Aneurysmen beginnen

Positive Nachrichten aus dem Bundesforschungsministerium für die phenox GmbH: im Rahmen eines Förderwettbewerbs des Bundesministeriums für Forschung und Bildung (BMBF) konnte sich ein Konsortium unter der Führung von phenox erfolgreich gegen die Konkurrenz von 83 Projektanträgen durchsetzen. Mit diesem Meilenstein ist nun der Weg frei, um mit der Entwicklung eines neuartigen Implantats für die Behandlung von Seitenwandaneurysmen zu beginnen. Dieses ermöglicht, dass auch breithalsige, sakkuläre Seitenwandaneurysmen in nur einem einzigen Arbeitsschritt verfüllt und abgedichtet werden können. Mit Hilfe dieser besonders vereinfachten und beschleunigten Intervention kann die Gefahr von Rezidiven und Komplikationen deutlich herabgesenkt werden. Die Herausforderung der geplanten Entwicklung besteht darin, neben einer schonenden Einbringung dem Implantat die Fähigkeit zu verleihen, sich optimal an den Aneurysmahals anzupassen.

Für einen größtmöglichen Erfolg des Entwicklungsprojekts wird nun künftig mit Partnern aus verschiedenen Kompetenzbereichen an der gemeinsamen Lösung gearbeitet. Zusammen mit dem High-Tech Startup femtos wird phenox unter anderem an Formgedächtnismaterialien für die äußere Hüllstruktur sowie einer innenliegenden Stützstruktur arbeiten. Dazu werden beide Unternehmen die hohen material- und werkstoffwissenschaftlichen Kompetenzen des Lehrstuhls Werkstofftechnik (LWT) der Ruhr-Universität Bochum (RUB) nutzen.

„Wir freuen uns besonders, im Rahmen des Projekts die hochauflösenden Methoden und Geräte des neuen Forschungsbaus ‚Zentrum für Grenzflächendominierte Höchstleistungswerkstoffe (ZGH)‘ an der RUB nutzen zu können“, erläutert phenox Geschäftsführer Dr.-Ing. Hermann Monstadt. Die bereits gut funktionierende Zusammenarbeit dieser Partner kann so noch einmal erweitert und vertieft werden. „Ebenso sind wir sehr froh, mit der Abteilung Neuroradiologische Diagnostik und Intervention des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf einen sehr erfahrenen und kompetenten klinischen Partner an Bord zu haben, um die neurovaskulären Anforderungen zu spezifizieren und die Evaluation durchführen zu können“, zeigt sich Monstadt erfreut und blickt damit erwartungsvoll auf die nun kommenden Forschungs- und Entwicklungsarbeiten. Das Projekt wurde innerhalb des BMBF-Programms „Psychische und neurologische Erkrankungen erkennen und behandeln − Potenziale der Medizintechnik für eine höhere Lebensqualität nutzen“ als positiv begutachtet und soll nun in die Umsetzung kommen. Das Gesamtbudget des Projekts beträgt 2,5 Mio. Euro und ist auf drei Jahre angesetzt.